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Wir feiern heute den Dreifaltigkeitssonntag. Ein Fest das nach Tod, Auferstehung und Himmelfahrt Jesu Christi und nach Pfingsten angesetzt ist. Ganz bewusst wird es an diesem nachpfingstlichen Sonntag gefeiert. Es zeigt, dass Gott Vater, Jesus Christus und der Heilige Geist zusammen gehören. Eine Erkenntnis, die dogmatisch – als Lehre der Kirche – festgeschrieben ist.

Doch die Suche nach Worten, die diesen Gott beschreiben, war nicht so glorios. Streit, Spaltungen und menschliches Leid waren ungute Begleiter in diesem Prozess. „Ein Gott in drei Personen.“ – So lautet die theologische Bezeichnung.

Doch bis heute ist man sich nicht einig, wie dies zu verstehen ist. Wie genau dies funktioniert, wie man es erklären soll und wir müssen demütig eingestehen: „Es ist ein Geheimnis“.

Schon die drei Worte in der Überschrift, die übrigens alle korrekt sind, zeigen, dass unterschiedliche Schwerpunkte in der Deutung dieses Trinitäts-Dogmas die Diskussion bis heute anregen.

  • Dreifaltigkeit: da liegt der Fokus auf der unterschiedlichen Gestalt der drei göttlichen Personen.
  • Dreieinigkeit: da liegt der Fokus auf dem „einig sein“. Es klingt aber auch ein wenig so, als müssten sich die drei göttlichen Personen einig werden.
  • Dreieinheit: da liegt der Fokus auf der Einheit, die diese drei göttlichen Personen bilden. „Drei bilden eine Einheit.“

Der heutige Tag ist eine Einladung an uns alle, sich darüber Gedanken zu machen, was diese Trinität Gottes uns bedeutet. Wie würden wir dies jemandem erklären? Habe ich überhaupt Worte, die dies beschreiben? Oder gibt es Bilder, die mir helfen können? – Nehmen Sie sich heute – oder in der kommenden Woche – einmal kurz Zeit dafür.

Benjamin Meier