12. April – Wenn Ostern wird (Ostersonntag)

Bibelstelle Joh 20,1-18 Liebe Pfarreiangehörige, liebe Kinder, liebe Jugendliche, liebe Mitchristinnen und Mitchristen Ostern ist das höchste Fest im ganzen Kirchenjahr. Natürlich, es gibt keine Auferstehung ohne Weihnachten und Karfreitag. Aber die Überwindung des Todes ist das ultimative Zeichen Gottes, dass der ewige Tod keine Macht mehr über den Menschen hat. Jesus Christus hat für uns die Dunkelheit durchbrochen und uns die Tür zum Himmelreich weit geöffnet. Jesus ist auferstanden - eine Frohbotschaft, eine Hoffnungsbotschaft. Das Evangelium vom Ostersonntag zeigt uns aber eindrücklich, dass vielmehr Verwirrung, Traurigkeit und Verunsicherung die vorherrschenden Gefühle waren.…Weiterlesen →

11. April – Was Ostern bedeutet (Osternacht)

Bibelstelle Lk 24,1-12 Gerade noch waren sie unter dem Jubel der Menge in Jerusalem eingezogen und hatten Brot und Wein geteilt. Dann die Katastrophe: Jesus wurde verhaftet, verurteilt und gekreuzigt. Zurück bleiben die Jünger, vor Angst und Trauer erstarrt – ja selber fast wie tot. Nichts geht mehr. Doch die Frauen gehen. In aller Frühe gehen sie los zum Grab. Jesus soll mit feinsten Ölen und Salben einbalsamiert werden – ein letzter Liebesdienst.Ostern bedeutet aufzubrechen.Auf dem Weg haben sich die Frauen bestimmt Gedanken gemacht, wie sie in das Grab hineinkommen sollen. Nun finden…Weiterlesen →

10. April – Entschiedenheit (Karfreitag)

Bibelstellen Joh 18,1-40; 19,1-42 Vor genau 18 Jahren in der «Allgemeinen Frankfurter Zeitung» war ein grosser Artikel. Auf der ersten Seite war ein Mensch mit ausgestreckten Armen abgebildet, der in seiner Haltung an den Gekreuzigten erinnerte. Darüber stand die Überschrift: «Das Entweder-oder-Zeitalter ist vorbei. Das alles-ist-möglich-Zeitalter ist da. Willkommen im 21. Jahrhundert».Wir feiern Karfreitag. Ein Mensch, gezeichnet von Schwäche und Not, von Angst und doch von unglaublicher Entschiedenheit. Warum geht er diesen Weg. Er geht diesen Weg aus Passion, aus Leidenschaft für den Menschen. Er geht diesen Weg, weil er den Menschen erlösen…Weiterlesen →

9. April – Leben ist Verzicht und Dienst (Hoher Donnerstag)

Bibelstellen Joh 6,48-51; 13,1-5 Ein Abendessen, das eigentlich eine ganz normale, übliche Mahlzeit hätte sein können. Nein. Es wurde zu einem Spezifikum, eine Besonderheit, ein Markenzeichen. Eine Tischgemeinschaft, an der ein Dutzend von Menschen an einem bestimmten Ort und in einer definierten Zeit teilnahm, verwandelte sich zum Kern des religiösen Lebens unzähliger Menschen aus allen Kontinenten, aus den verschiedensten Kulturen und Sprachen der Welt. Die zwölf Jünger Jesu wussten damals in Jerusalem noch nicht, dass ihr Herr und Meister am nächsten Tag am Kreuz sterben würde und dass es das letzte gemeinsame Mahl…Weiterlesen →

8. April – An seinem Tisch

Aus dem Tagesevangelium (Mt 26,14-25)«In jener Zeit ging einer der Zwölf namens Judas Iskariot zu den Hohepriestern und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie boten ihm dreissig Silberstücke. Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.» (Mt 26,14-16) Judas, was hast du dir dabei gedacht? Was waren deine Motive? Vielleicht Geldgier? Hattest du Angst zu kurz zu kommen, oder dass am Ende nichts rausspringt für den ganzen Ärger und das Risiko, dass ihr Jünger auf euch genommen habt indem ihr Jesus nachgefolgt seid? Warst…Weiterlesen →

6. April – Hoffnungslos?

Seit dem Ausbruch des Coronavirus gibt es für uns Menschen keine absolute Sicherheit. Vielfältige Ängste kommen hoch. Auch in meinem näheren persönlichen Umfeld erfahre ich Ohnmacht. Da können uns die Worte des Propheten Ezechiel helfen: «Ich öffne eure Gräber» (Ez 37,12) Das könnte heissen: Ich öffne eure Gräber der Hoffnungslosigkeit, eure Gräber der Sprachlosigkeit, eure Gräber der Lieblosigkeit. Ich helfe euch, nicht mehr nur um euch zu kreisen, nicht mehr mutlos zu sein. Ich helfe euch, aufzubrechen in eine neue Zukunft. Euer Leben hat wieder einen Sinn, einen Halt und eine Perspektive. «Leben,…Weiterlesen →

3. April – Beten tut gut

Beten tut gut. Seine Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen, kann helfen sich innerlich zu ordnen und zur Ruhe zu kommen. Manchmal fehlen uns vielleicht die Worte, dann dürfen wir sie auch entlehnen. Zum Beispiel aus dem biblischen Buch der Psalmen. Keine Situation, die nicht in einem der 150 Psalmen Ausdruck findet: Klage, Angst, Dankbarkeit, Einsamkeit, Depression, Liebe, Trost, Zorn, Freude, Schuld … Es sind echte Worte von echten Menschen, an Gott gerichtet, manchmal überschwänglich lobend, manchmal flehend, manchmal anklagend und wütend. Wilhelm Bruners schreibt über die Psalmen: «Nach dem morgendlichen Gang…Weiterlesen →

2. April – Ein Bund für ewige Zeiten

"Gott sprach zu Abraham: Ich schliesse meinen Bund zwischen mir und dir samt deinen Nachkommen, Generation um Generation, einen ewigen Bund: Dir und deinen Nachkommen werde ich Gott sein.Dir und deinen Nachkommen gebe ich ganz Kanaan, das Land, in dem du als Fremder weilst, für immer zu Eigen, und ich will ihnen Gott sein." Gen 17,7-8 Der Abschnitt aus der Lesung vom Tag erinnert uns an ein Versprechen, das Gott uns, den Menschen, einst gemacht hat: "Dir und deinen Nachkommen werde ich Gott sein." - Was zuerst etwas banal klingt, ist eine unglaubliche…Weiterlesen →

31. März – Warum?

Zu den Tageslesungen - klick hier In der Lesung aus dem Buch Exodus wollen die Israeliten wissen warum sie in der Wüste leiden müssen? Sofort beginnen sie Mose, den Anführer, und dessen Gott Yahweh zu verdächtigen. Warum ist auch eine Frage, welche uns in dieser Coronazeit sehr beschäftigt.  Kaum jemand kann sich derzeit dem Bann der Coronapandemie entziehen. Gebannt verfolgen wir täglich die Nachrichten: immer mehr Infizierte, leider immer mehr Tote. Bei einigen Infizierten verläuft die Krankheit nicht lebensbedrohlich. Gott sei Dank werden auch einige geheilt.  Andere hingegen leben im Bewusstsein, dass sie…Weiterlesen →

30. März – Was bleibt

Im heutigen Evangelium (Joh 8, 1-11) bringt man eine Ehebrecherin zu Jesus, um seine Meinung zu hören und um ihn zu testen. In einem Satz heisst es: «Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde.» (Joh 8,6) Was Jesus da auf die Erde schreibt wird nicht erklärt. Vielleicht schreibt er auch gar nicht wirklich, sondern zeichnet einfach ein Muster in den Sand, so wie wir während eines Telefonats manchmal etwas auf ein Blatt Papier kritzeln. Überhaupt, hat Jesus nichts von dem was er getan oder gesagt hat je selber…Weiterlesen →