4. Mai – Magnificat

Mit den Worten "Magnificat anima mea Dominum" (dt. gross preist meine Seele den Herrn) beginnt der berühmte Liedhymnus Marias, den wir in der Bibel im Lukasevangelium finden (Lk 1,46-55). Er ist als täglicher Lesetext in der Vesper, dem Abendgebet der Kirche, vorgesehen. Nachdem der Engel Gottes Maria verkündet hat, dass sie einen Sohn gebären wird, macht sie sich auf den Weg zu Elisabeth. Diese ist selber Schwanger mit Johannes (dem Täufer) und sie ist es, die Maria als "Mutter des Herrn" erkennt. Maria ist überglücklich, nachdem in der ersten Zeit wohl Angst und…Weiterlesen →

2. Mai – Athanasius der Grosse

Im 3. und 4. Jahrhundert lebte und wirkte in der Bischofsstadt Alexandrien „einer der bedeutendsten Kirchenlehrer der alten Zeit“: der heilige Athanasius, dessen Gedenktag die Kirche am 2 Mai feiert. Mutig kämpfte er gegen die Irrlehre des Arius, so sehr, dass er wiederholt aus Alexandrien fliehen musste; „siebzehn Jahre seines Lebens verbrachte er im Exil. Seine zahlreichen Schriften dienen vor allem der Erklärung und Verteidigung des wahren Glaubens.“ Schon als „Diakon und Sekretär seines Bischofs nahm er am Konzil von Nicäa 325 teil. Hier diskutierte er bereits mit seinen späteren Hauptgegnern, den Arianern,…Weiterlesen →

1. Mai – Marienmonat

«Ich sehe dich in tausend Bildern,Maria, lieblich ausgedrückt,Doch keins von allen kann dich schildern,Wie meine Seele dich erblickt.»(Novalis) Liebe MariaLange habe ich mich schwer getan mit dir. Auf den Bildern wirst du oft so süsslich-romantisch und auch ein wenig naiv dargestellt. Dabei stelle ich mir dein Leben gar nicht so vor. Sicher warst du nicht auf Rosen gebettet - ein junges Mädchen, vielleicht vierzehn, fünfzehn Jahre alt, schwanger und ohne Ehemann. Aber dein Glaube hat dich getragen, sonst hättest du dich wohl kaum auf Gottes Plan einlassen können. Trotzdem hattest du wohl auch…Weiterlesen →

29. April – Katharina von Siena – Dasein als in Sich-Selbst-Sein

Kann ein Mensch als Dasein auf Sozialleben verzichten? Oder ist überhaupt ein Menschenleben ohne Sozialleben möglich? Solche Fragen stellen sich in Zusammenhang mit dem Leben von Katharina von Siena. Geboren wurde sie am 25. März 1347 in Siena (Italien) als Caterina Benincasa, mitten in der Pestzeit. Sie war das zweitjüngste der 25 Kinder von Jacobo Benincasa und Lapa Di Puccio Di Piagente die zum Adel gehörten. Da die Familie verarmt war, musste ihr Vater als Wollfärber den Lebensunterhalt verdienen. Die meisten ihrer Geschwister starben früh an der Pest. Katharina wuchs ohne Ausbildung heran;…Weiterlesen →

25. April – Gespräch mit dem hl. Markus

Frage: Hr. Markus, guten Tag. Sie sind ein Jude aus dem Stamm Levi. Sie haben zwei Namen, einen jüdischen, Johannes, und einen heidnischen, Markus. Warum Sie sind eher als Markus bekannt als Johannes?Antwort: Guten Tag. Ich wurde in einem heidnischen Gebiet geboren. In Kyrene, einer antiken griechischen Kolonie im heutigen Libyen; ich bin auch dort aufgewachsen. Dort habe ich Latein und Griechisch gelernt. Meine Eltern gingen dorthin als Flüchtlinge. Gegen 30 nach Christus kehrt die Familie in die Heimat zurück. Da ich in einer heidnischen Welt aufgewachsen bin. F: Die Christenheit, insbesondere die…Weiterlesen →

23. April – Heiliger Georg – Der Drachentöter

Heute feiern wir den Gedenktag des Heiligen Georg. Er lebte in der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts in Kleinasien. Er soll als Sohn einer reichen und angesehenen Familie in Kappadokien geboren und dort in einem Kloster getauft worden sein. Seine Mutter sei Christin gewesen, sein Vater starb wohl als Georg noch sehr jung war. Georg kam zur römischen Armee, wo er sich als mutiger Soldat erwies und zum Heerführer aufstieg. Zahlreiche Legenden ranken sich um ihn. Die berühmteste ist jene vom Kampf gegen den Drachen: In einem See vor der Stadt Silena (wohl…Weiterlesen →

21. April – Der hl. Anselm und die Multikulturalität

Multikulturalität steht im Mittelpunkt, wenn heute des hl. Anselm von Canterbury gedacht wird. Geboren wurde er um 1033 in Aosta (Italien); dort verbrachte er seine Kindheit. Danach entschied er sich fürs Klosterleben und zog nach Frankreich, in die Normandie, wo er Mönch und später Abt wurde. In seinem Wirken als Ordensmann und Abt setzte sich der hl. Anselm für eine gelebte Katholizität ein, nach der die kulturelle und soziologische Vielfalt der an Christusglaubenden zur Geltung kommt. Die von Jesus Christus gewollte Kirche ist eine Weltgemeinschaft, die ihr Leben nach der Vision des Nazaräers…Weiterlesen →